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Darmgesundheit Bamberg, Hallstadt, Lichtenfels

Vorsorge für eine gute Darmgesundheit

Dr. med. Jürgen Christian Auernhammer

Apotheker Dr. med. Jürgen Christian Auernhammer

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Apotheker Hartmut Held

 

 

 

 

 

 

 

 

Erschienen in der Wochenzeitung Stadt und Land Bamberg

 

Seit dem Bestseller „Darm mit Charme“ ist der Darm stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Dieses Organ ist das größte Immunystem in unserem Körper und die Gesundheit beginnt im Darm. Dies ist alles bekannt und doch wächst die Zahl der Darmerkrankungen an. Wie der Darm am besten versorgt und prophylaktisch geschützt werden kann, erläutert Apotheker Hartmut Held und Apotheker Dr. med. Jürgen C. Auernhammer.

Der moderne Lebensstil mit immer weniger Zeit für die einzelnen Mahlzeiten und Fast-Food-Produkten führt zu Darmbeschwerden.

Jürgen C. Auernhammer: Der Darm reagiert sehr empfindlich auf diese Faktoren. Blähungen, Verstopfungen oder Durchfall sind Indikatoren dafür, dass mit dem Darm etwas nicht stimmt. Damit meine ich noch nicht entzündliche Darmerkrankungen, wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Vielmehr signalisiert die Darmflora, also die Darmschleimhaut, dass sie geschädigt ist.

Gibt es weitere Faktoren, welche die Darmschleimhaut reizen oder schädigen können?

Hartmut Held: Die Gabe von Antibiotika reduziert den Artenreichtum unserer Darmbewohner in hohem Maße. Es sollte darauf geachtet werden, dass diese Medikamente nicht zu schnell und nicht zu oft verabreicht werden, denn sie schädigen den Darm erheblich. Nicht zuletzt führen aber auch Stress und Umweltgifte dazu, dass die Darmflora zerstört wird und dies kann auf lange Sicht zu erheblichen Darmbeschwerden führen.

Was empfehlen Sie, um den Darm zu schützen?

Jürgen C. Auernhammer: Zum einen sollte die Darmflora immer wieder aufgebaut werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn Antibiotika genommen wurden. Mit einer Darm-Sanierung werden die Schlacken und andere schädliche Rückstände, die in den Zotten des Darms sitzen, aus dem Organ befördert, so dass sich gesunde Darmbakterien aufbauen können. Zum anderen sind Probiotika sehr hilfreich, um den Darm zu schützen. Die Verabreichung von aktiven, vermehrungsfähigen Symbionten sorgt für eine neue Besiedelung von Dünndarm bis Enddarm und damit auch für ein gutes Gefühl im Bauch. Nicht zuletzt sorgt natürlich auch eine gesunde Ernährung mit reichlich Ballaststoffen für einen gesunden Darm.

Wie erkennt man, dass etwas mit dem Darm nicht stimmt?

Hartmut Held: In unseren Apotheken bieten wir die Möglichkeit einer einfachen Stuhlanalyse an. Der Kunde erhält zwei Röhrchen für eine Stuhlprobe, die er mit einem Testbogen per Post an ein Labor schickt. Dort wird der Stuhl untersucht und das Ergebnis dieser Untersuchung wird uns zugeschickt. Mit diesem Ergebnissen können wir dann gemeinsam mit dem Kunden alles weitere besprechen. Auf diese Weise werden die Präparate und ihre Darreichungsform individuell auf den Kunden, auf seine Bedürfnisse und Lebensumstände abgestimmt.

Darmbeschwerden treten häufig im Urlaub auf. Können da Probiotika helfen?

Jürgen C. Auernhammer: Auf alle Fälle! Gerade für Reisen in Länder mit einem anderen Klima, bietet es sich für empfindliche Personen an, Probiotika prophylaktisch einzunehmen, um eine Reise-Diarrhoe zu vermeiden.