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Gesundheitsfördernde Wirkung von Weihnachtsgewürzen

Dr. med. Jürgen Christian Auernhammer

Apotheker Dr. med. Jürgen Christian Auernhammer

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Apotheker Hartmut Held

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erschienen in der Wochenzeitung Stadt und Land Bamberg

 

Die Vorweihnachtszeit lockt mit allerlei verlockenden Gerüchen, insbesondere die

Weihnachtsgewürze haben es in sich und wecken so manch schöne Erinnerung.

Welche gesundheitsfördernde Wirkung Zimt, Anis, Ingwer oder Gewürznelke

zusätzlich haben, erklären heute die Apotheker Dr. med. Jürgen-Christian

Auernhammer und Hartmut Held.

 

Dr. med. Jürgen-Christian Auernhammer: Die Gewürze der Weihnachtsbäckerei haben

einen hohen Anteil an ätherischen Ölen, die eine Wirkung auf den menschlichen Körper

und auch auf unsere Psyche haben können. Die einen fördern die Verdauung, die anderen

stärken das Immunsystem, wieder andere wirken appetitanregend oder lösen in uns ein

Gefühl der Geborgenheit aus.

 

Hartmut Held: Wobei man sich darüber bewusst sein sollte, dass die Gewürze und ihre

positive Wirkung bereits im Altertum bekannt waren. So zählt Zimt etwa zu den ältesten

Gewürzen überhaupt. Neben seinem aromatischen Geschmack besitzt Zimt eine

antibakterielle Wirkung und es regt die Darmtätigkeit an.

 

Dr. med. Jürgen-Christian Auernhammer: Das Gewürz, das aus der inneren Rinde des

Zimtbaums stammt, regt unseren Stoffwechsel an und es ist insbesondere für Diabetiker

von Interesse, da Zimt regulierend auf den Blutzuckerspiegel einwirken kann.

Hartmut Held: Auch die Gewürznelke, die wir vorzugsweise in Spekulatius oder

Lebkuchen verwenden, ist für ihre antibakterielle Wirkung bekannt. Im Altertum war sie

das Hausmittel gegen Zahnfleischentzündungen, indem sie direkt auf die entzündete

Stelle aufgetragen wurde.

 

Dr. med. Jürgen-Christian Auernhammer: Anis, das wir in der Weihnachtszeit meist in

Form der kleinen runden Anis-Plätzchen zu uns nehmen, das aber auch den Geschmack

von Ouzo und Pernod bestimmt, lindert Sodbrennen und Mundgeruch.

Hartmut Held: Sternanis hingegen, das mit Anis nicht verwandt ist, bietet Linderung bei

Husten und Halsentzündungen. Ein Tee aus der Frucht des immergrünen

Magnolienbaums soll bei den genannten Symptomen wahre Wunder bewirken. Und nicht

zuletzt sorgt Sternanis für eine gute Verdauung und verhindert die Vermehrung von Viren.

 

Dr. med. Jürgen-Christian Auernhammer: Ein Gewürz, das in keiner Küche und schon

gar nicht in der Weihnachtsbäckerei fehlen darf, ist Vanille. Kaum ein Duft wirkt auf uns

vertrauter und schenkt uns ein Gefühl der Geborgenheit. Vanille ist der Seelentröster

schlechthin und so erstaunt es nicht, dass dieser Duft in der Aromatherapie gerne zur

Harmonisierung von Körper und Seele eingesetzt wird.

 

Hartmut Held: Der Wirkungsbereich von Gewürzen und ihren ätherischen Ölen ist breit

gefächert und ließe sich noch weiter fortsetzen. Unser Körper reagiert meist sehr schnell

und unmittelbar auf die darin enthaltenen Wirkstoffe. Unter diesem Gesichtspunkt tut uns

die Weihnachtsbäckerei in doppelter Weise gut: Genießen Sie die Plätzchen in dem

Bewusstsein, dass die verwendeten Gewürze eine gesundheitsfördernde Wirkung haben

können.